Dr. Rano Turaeva-Hoehne ist habilitierte Ethnologin und Lehrende an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Mitgründerin des Central & Inner Asia Policy Research Institute (CIAPRI). Sie verbindet langjährige wissenschaftliche Forschung mit anwendungsorientiertem Wissenstransfer und berät regelmäßig zu migrations-, sozial- und governancebezogenen Fragen im postsowjetischen Raum. Ihre Expertise umfasst insbesondere Zentral- und Innerasien sowie den Südkaukasus und liegt an der Schnittstelle von Migration und Mobilität, informellen Ökonomien, Schulden- und Abhängigkeitsverhältnissen, urbanen Transformationen, Gender sowie Fragen staatlicher Regulierung und gesellschaftlicher Resilienz. Dr. Turaeva-Hoehne ist Autorin der Monografie Migration and Identity: The Uzbek Experience (Routledge, 2016) und hat ihre zweite Monografie Migration and Islam in Russia (Brill, 2026) abgeschlossen. Sie hat zudem mehrere Sammelbände und Schwerpunkthefte herausgegeben (u. a. bei Routledge, Palgrave Macmillan sowie in Extreme Anthropology und Sociology of Islam) und in internationalen Fachzeitschriften wie Cities, Nationalities Papers, Inner Asia, Communist and Post-Communist Studies, Central Asian Affairs und Central Asian Survey publiziert. Als Gründerin von CIAPRI steht sie für evidenzbasierte, unabhängige Analyse und die Entwicklung praxisnaher Formate – von Policy Briefs und Stakeholder-Dialogen bis zu Trainings und strategischer Beratung – mit besonderem Bezug zu München als international vernetztem Standort.
Dr. Morozova ist Wissenschaftlerin und Expertin für Zentral- und Innerasienstudien. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen, Leiterin (Principal Investigator) akademischer Projekte sowie Organisatorin von Konsortien und Expertentagungen. Ihren Doktortitel (PhD) in Geschichte erwarb sie 2002 am Institut für Asien- und Afrikastudien der Lomonossow-Universität Moskau; 2022 habilitierte sie sich an der Universität Regensburg im Fach Osteuropäische Geschichte. Zu Dr. Morozovas Fachgebieten gehören die neuere und neueste Geschichte sowie die internationalen Beziehungen in Zentral- und Innerasien, die strategische Partnerschaft zwischen Europa und Zentralasien, die Transformation politischer Eliten, postsozialistische Transformationsprozesse, Wirtschaftsreformen und öffentliche Debatten sowie die Industriegeschichte Zentralasiens. Sie leitete Einzel- und Verbundforschungsprojekte an der Universität Leiden, der Universität Amsterdam, dem Deutschen Institut für Global and Area Studies (GIGA) in Hamburg, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Regensburg und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS). Zudem war sie Gastprofessorin am Slavic-Eurasian Research Center (Hokkaido University) und am National Museum of Ethnography in Osaka sowie Gastdozentin an der Georg-August-Universität Göttingen, der NATO School Oberammergau, der University of Cambridge, dem Institut für Orientstudien und internationale Beziehungen der Föderalen Universität Kasan, der Turan-Universität in Almaty und dem Asia-Pacific Research Center der Hanyang-Universität in Seoul. Dr. Morozova publiziert umfassend in internationalen Fachzeitschriften mit Peer-Review. Zu ihren Monografien gehört Socialist Revolutions in Asia: The Social History of Mongolia (Routledge); zudem ist sie Herausgeberin von Sammelbänden wie Towards Social Stability and Democratic Governance in Central Eurasia: Challenges to Regional Security (IOS Press).